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      Chenin Blanc aus dem Anjou Noir

       Der dunkle Schiefer, ist namensgebend für das Anjou Noir. Der Chenin Ernestine von Robin Carette dabei ein stilistisches Musterbeispiel. Seine ältesten Reben zeigen welch Potenzial in der Region schlummert. Er wirkt etwas dunkler und sphärischer als seine Kolleginnen aus Saumur. Die Struktur ist vertikaler, weil die Säure und der Gerbstoff mehr im Zentrum stehen. Pure Energie eingebettet in viel Fruchtschmelz. So erscheint er etwas rustikaler, aber um nichts weniger betörend. Ein Wein, wie das schalkhafte Zwinkern eines Lausbuben.

      Kenji und Mai Hodgson haben unweit ihren kleinen Keller - ein paar Flaschen aus der Lage Aussigouins 2019 gibt's noch für euch. Hier wird’s etwas wilder – zwar auch direkt gepresst, doch später gelesen und mit mehr Trub und etwas volatiler Säure gespielt. Ein Langstreckenläufer, der Zeit braucht, aber diesen göttlichen Funken von low intervention wine zeigt. Ein Wein für die Ewigkeit, aber nichts für Oberlehrer. 

      Gänzlich ungeschminkte Weine, aber nicht ganz so ungestüm, macht auch Benoit Courault. Sechs Jahre sind wir ihm hinterhergelaufen, bis wir letztes Jahr endlich ein paar Weine bekommen haben. Die waren dann auch im Nu weg, doch jetzt sind Petit Chemin und Co. endlich zurück. Das sind Weine auch für Einsteiger.

      Wer die gnadenlose Essenz der Region sucht, ist auch bei Jérôme Lambert an der richtigen Stelle - Holz für ihn eine der größten Verfälschungen im Wein, Schwefel ebenso. Karg und präzise seine Chenins, nicht immer der charmanteste Wein in der Jugend, aber strotzend vor Energie, durch Freiheit und Purismus. Genau unser Geschmack!

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