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      Frederic Cossard & Domaine de Chassorney

      Fred hat seine Domaine de Chassorney 1996 gegründet. In Saint Romain. Einer dieser Satelliten Appellationen des großen Burgunds. Großes Terroire? „Naja“, sagt Fred. Weltbekannt ist Saint Romain vor allem für Käse. Oft mehr Gummi als Käse. Doch genau aus dieser mikrobiellen Ecke kommt Frederic Cossard. Er besuchte eine Landwirtschaftsschule für Milchproduktion. Dort hat er viel über die heimlichen Vorgänge im Land der Bakterien gelernt. Eine gute Fügung für jemanden, der ausnahmslos ohne Schwefelzusatz arbeitet. Also er weiß worauf er sich einlässt. Seine Weine erstaunen! Widersprechen ob ihrer Reintönigkeit vielen Kritikern die meinen, dass Naturwein durch den bewussten Verzicht auf Zusätzen per Definition bakterielle Apokalypse sein muß. 
      Er nennt drei Grundfesten die es braucht ohne Fallschirm arbeiten zu können: Hygiene, niedere ph-Werte und niederen Alkohol. Sein Keller wirkt klinisch. Gekühlt, fast frostig. Nach dem Pressen bleibt der Most für Stunden offen stehen. Oxidiert. Dabei wird der Saft ganz braun, so richtig braun – wie Stout. Spätestens jetzt würden viele zum Lagerhaus fahren und weinen vor Verzweiflung. Mittelchen kaufen. Doch er weiß was er tut. Oxidasen, die dann bei der einsetzenden alkoholischen Gärung entstehen, klären den Wein wieder. Machen ihn wieder grüngelb! Übrig bleibt „gereinigter“ Wein. Stabiler gegen Oxidation. Spontane Vergärung ist unabdingbar. Oft braucht es lange, bis die Gärprozesse enden. Ist halt so. Das sind die Launen des Jahrgangs. Gesamte Gärung im Holzfass. Mit vollem Hefelager. Stoppel darauf und nicht mehr anrühren bis zur Füllung. Keine Schönung, keine Filtration. Was immer es ist, dass seinen Weinen so eine Leuchtkraft gibt? Egal? Die uralten Weingärten können es nicht sein. Denn da ihm der Weinbau nicht in die Wiege gelegt war, sind die meisten Weingärten gepachtet. Die Preise für Grund und Boden sind im Burgund horrend. Quereinsteiger ohne erhebliche Erbschaft können sich das nicht leisten können. Deswegen kauft er auch Trauben zu. Die Trauben werden von Fred selbst geerntet, genau kontrolliert. Biobewirtschaftung ist Mindeststandard. Was immer es ist. Wir verneigen unser Haupt.


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