Frederike Schmidt und Daniel Kurrle

Kleines Gut

Württemberg // Deutschland

kleines gut - natural wine from grapes and love

Stuttgart. Württemberg. Klingt alles erst einmal nicht so sexy.

Doch die Weine sprechen für sich - puristisch, glockenklar und präzise. Daniel und Frederike haben die alten Weinberge der Familie übernommen. Früher ging alles an die Genossenschaft. Jetzt landen die Trauben im kleinen gut. Eine Oase in der Stadt.

Gründungsjahr: 2020
Region: Württemberg
Ort: Stuttgart
Klima: kontinental 
Boden: Mergel, Lehm, Schilfsandstein, Ton
Farming: biologisch zertifizierte Weingärten, teils in Umstellung
Rebsorten: Trollinger, Riesling, Lemberger, Chardonnay, Kerner, Müller-Thurgau

Den Großteil ihrer 4ha hat Daniels Großvater bis zur Rente bewirtschaftet, danach wurden die Flächen verpachtet, teilweise mit langen Verträgen, unglücklicherweise immer konventionell bewirtschaftet. Die beiden schlagen einen Pfad mit viel Achtsamkeit und Langsamkeit ein und die Böden behutsam ins Leben zu bringen. Im Weinberg wird regenerativ gearbeitet - Daniel versucht die Kommunikation der einzelnen Akteure des Biosystems zu stärken. Das ist nicht nur eine notwendige Vorbereitung für die immer stärker werdenden Auswirkungen des Klimawandels, sondern auch Schritt für Schritt der Weg zu seinem Ziel. Der Gesundung des Weinbergs.

Dafür wird viel Komposttee gespritzt, der Einsatz von Schwefel und Kupfer aufs minimalste begrenzt. Der Boden wird wenig und behutsam bearbeitet, die Zeilenabstände prahlen mit ihrer lokalen Kräutervielfalt. 

Ihr Herzstück liegt am Götzenberg, dort reihen sich viele großartige Parzellen aneinander und ziehen sich amphitheater förmig zusammen. Den Boden dominiert der blaue Mergel, ein Mix aus Ton und Kalk, (frz. Marnes Bleues) den wir beispielsweise von Ganevat oder Labet kennen. Eine Chimäre, die zwischen Fruchtbarkeit und Kargheit wandelt, Balance höchster Güte!

In den unteren Parzellen, vom Riesling dominiert, ist die Mergelauflage dünner, darunter wartet der harte Schilfsandstein auf die Reben. Weiter oben sind die Böden fetter, die Mergelschicht reicht deutlich tiefer, mit einem höheren Tonanteil. Das macht die Weine etwas breiter, mit mehr Umami, gepaart mit viel Saftigkeit und Kühle. 

Reif lesen bei niedrigem Alkoholgehalt, voller Geschmack aber die Leichtigkeit nicht verlieren - so ihre Idee. Unreif ernten, um eine Säure und Frische zu künsteln, die nach weniger Zeit wegbricht, will Daniel nicht. Er sucht schwerelosen Wein aus reichhaltigen Früchten. Ohne Störgeräusche. Leichtigkeit und Frische mit viel Tiefe. Purismus im Wein und im Handwerk. 

Im Keller setzen die beiden auf Holzfässer, möglichst groß und alt sollen sie sein, nicht immer einfach als junges Weingut. Stück für Stück wächst ihr Repertoire, der Holzeinsatz wird subtiler und feiner. Ihr Credo ist "No additives but grapes and love" - ausgenommen etwas Schwefel für einzelne Fässer. Vor der Füllung nehmen sie dafür kleine Proben, kosten sie über eine Woche und geben, falls notwendig, 10mg SO2. Ohne Dogma bleiben manche Fässer ungeschwefelt und andere nicht.

Das Kleine Gut bleibt ein Wegbegleiter im stetigen Wandel. Der Mittelpunkt einer Familie, von der wir in Zukunft sicher noch viel hören werden! Ein weiterer wichtiger Schritt in Deutschlands Naturweinerwachen.

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