Matassa Weine – Biodynamische Naturweine aus dem Roussillon
Tom Lubbes Kultweine
Matassa ist wahrscheinlich das wichtigste Weingut in unserem Portfolio.
Denn ohne Tom Lubbe, dem Mann hinter Matassa, gäbe es den Weinskandal wahrscheinlich gar nicht. Von Tom stammte der Wein, der Moritz die Augen öffnete. Ihm die Möglichkeit gab, das Gelernte zu hinterfragen und über den Haufen zu werfen. Die erste Palette, die wir importiert haben, war von Tom, denn für Moritz war klar - diese Weine braucht es in Österreich!
Gründungsjahr: 2001
Region: Roussillon
Ort: Espira-de-l’Agly
Klima: mediterran, viel Wind, extrem wenig Niederschlag
Boden: Schiefer, Granit, Kalk
Farming: biodynamisch
Rebsorten: Muscat petit Grain, Muscat d’Alexandrie, Macabeu, Grenache, Cinsault, umv.
Winemaking: Zero Zero
Zwanzig Jahre später ist Tom Lubbe einer der bekanntesten Namen der Naturweinszene. Ein Lehrmeister für viele (bspw. Marto, Steffi Renner, Leo Schödl, uvm.) und stilprägend für den Umgang mit aromatischen Rebsorten.
Der geborene Südafrikaner landete in Calce im Roussillon, dem südlichsten Gebiet Frankreichs, an der Grenze zu Spanien, um bei Gérard Gauby zu arbeiten. Er kam für den Wein und blieb für die Liebe. Kurz darauf, in 2001, kaufte er einen kleinen, sehr alten Carignan-Weingarten namens Matassa. Über die Jahre kamen und gingen einige Parzellen und Weingärten, insgesamt bewirtschaftet Tom heute um die fünfzehn Hektar. Die Weingärten sind sehr klein parzelliert und verstreut in der Region. Die Weingärten werden biodynamisch bewirtschaftet. Den Weinen werden keine Zusätze hinzugefügt.
Typisch für die Region sind viele sehr alte Reben und die extrem geringen Erträge. Die Böden voller Granit, Schiefer und Kalk, der Wind schnell und die Hitze drückend. Was sich die letzten Jahre allerdings stark geändert hat, ist die Drastik des Klimawandels in der Region. Die anhaltende Dürre ist zum Normalzustand geworden. Unter 300mm Niederschlag im Jahr, das klassifiziert die Region als Wüste. Viele geben auf, einige lernen damit umzugehen. So auch Tom, schon seit Jahren ist der Kern seiner Arbeit die biologische Masse im Boden zu erhöhen. Das erhöht die Wasserspeicherkapazität - das flüssige Nass ist hier Gold wert! Bis zu 20 Tonnen Kompost pro Hektar bringt er jährlich aus.
Er sieht seinen Auftrag auch in der Wahrung des Kulturguts dieser uralten Reben, von denen viele mehr als ein Jahrhundert alt sind. Doch auch er kann nicht alle Weingärten retten, sucht den Weg in neue Gefilde. Höher gelegen Weingärten in den Pyrenäen bieten Abhilfe. Neuere Weine wie Rufo oder Planals stammen von hier. Knapp dreißig Kilometer westlich vom Weingut gelegen sind die Hügel grüner und die Flora eine gänzlich andere.
Weiß- und Rotweine werden bei Matassa ähnlich hergestellt. Ein relativ kurzer Maischekontakt, meist weniger als eine Woche. Die Rotweine hält das frisch, den Weißweinen gibt es die nötigen Nährstoffe um durchzugären.
Moritz über die Weine von Tom: “Die Energie, die Präzision, diese Länge, aber gleichzeitig diese Freude, das Facettenreiche, das sich immer wieder verändern, jedes Mal ein anderes Bild, sich niemals erschöpfend." Ein perfekter Trunk, nicht anstrengend.
Tom Lubbe schafft es, Weine zu füllen, die dein Weltbild in den Grundfesten erschüttern und dabei so viel Trinkfreude in sich tragen, dass du ersteres erst erkennst, wenn die Flasche leer ist.