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      Malinga von Christoph Heiss

      Malinga von Christoph Heiss

      Die Geschichte von Christoph Heiss liest sich, wie eine von vielen junger österreichischer Winzer seiner Generation. Es gibt ein elterliches Weingut, einen guten Kundenstock, der Tisch scheint gerichtet. Was seine aber unterscheidet ist, dass er neue Wege geht, auf Konfrontation mit dem bestehenden, zum Beispiel bio zu wirtschaften und das ist gut so, denn das ist Fortschritt und nicht Stagnation.

      Nach der Weinbauschule, die ihm zu theoretisch war, zog es ihn in die Ferne. Zuerst ein Jahr nach Neuseeland, Das war 2011, dann 2012 zu Dr. Bürklin-Wolf in die Pfalz, um mehr über seine Lieblingssorte Riesling zu erfahren. 2013 war er wieder zu Hause und traute er sich über seinen ersten eigenen Wein. Er nennt ihn "Malinga". Der Begriff stammte von einem argentinischen Arbeitskollegen in Neuseeland. "Malinga!" steht für das Hochgefühl, dass man am Ende eines bacchantischen Mahls verspürt. Dieses Jauchzen will er mit seinen Weinen erzielen. 

      2014 geht er erstmals nach Südafrika ins Swartland. Die Arbeit mit Craig Hawkins (Testalonga) beeinflusst ihn zu tiefst. Die handwerkliche Perfektion von Craig, der Stil seiner Weine ,gilt ihm als Vorbild. Die Idee der "low intervention" wird zum Credo seiner eigenen Weine. Es geht dabei nicht um aktionistisches "Ich mache gar keinen Eingriff", sondern den Zusatz von Stoffen zu minimieren. Das ergibt einen Stil, der als Weiterentwicklung des herkömmlichen gesehen werden kann. Die Weine sind fruchtbetont, aber durch den Einsatz der natürlich vorkommenden Hefen, sprich der Spontangärung, nicht überbordend laut. Der Gerbstoff wird nicht weggeschönt sondern verdichtet die Struktur. Lange Lagerung auf der Vollhefe hält die Weine frisch und macht sie haltbar. Es ist eine Rückbesinnung auf frühere Arbeitsweisen, ohne reaktionär zu sein.

      Diese Veränderung im Stil hätte, vor allem am Anfang, viele der jahrelangen Kunden vor den Kopf gestoßen und so wird der Stil des Weinguts Schritt um Schritt verändert. Derzeit gibt es im 12 Hektar großen Weingut 2 Linien. Eine Klassischere, dem Kamptal DAC entsprechende und eine freiere Malinga Serie - nur diese findet ihr bei uns.

      Die große Kameradschaft, die unter den jungen Winzer der "Swartlandrevolution" herrschte, hatte ihn beeindruckt. Zusammen mit seinem Freund und, wie er meint Mentor, Matthias Warnung, versuchen sie es ihnen gleich zu machen. Eine Gruppe von jungen Winzern zu bilden, offen miteinander zu verkosten und ehrlich darüber zu diskutieren ist ihr Anliegen. Ein Wissensaustausch den er so aus dem Kamptal nicht kannte. 

      Christoph Heiss ist ein harter Arbeiter und kein lauter Promotor seiner Sache.  Stetig entwickelt sich der unglaublich herzliche junge Mann weiter, versucht immer wieder neue Ansätze zu finden , um mit seinen Weinen das auszudrücken, was er als Herkunft bezeichnet. Wir sind schon sehr gespannt wo die Reise hingeht!


      9 Produkte

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