Seit Jahren mit das Beste, was Österreich zu bieten hat. Vergesst Österreich - in dem idyllischen Hof, oben auf einem Hügel, rundherum umgeben von eigenen Weinberge entstehen mit die besten Weine der Welt. Ein biodynamisches Kleinod, natürlich abgegrenzt von dem Unfug, den konventionelle Winzer:innen Pflanzenschutz nennen.
Gründungsjahr: 2001
Region: Südsteiermark
Ort: Leutschach
Klima: illyrisch
Boden: Kalkmergel (Opok), Ton
Farming: biodynamisch zertifiziert
Rebsorten: Chardonnay, Sauvignon Blanc, Muskateller, Welschriesling, Zweigelt
Sepp und Maria übernahmen 2001 das Weingut von seinen Eltern. Weinmachen konnte er schon, bereits 1992 gabs die ersten Flaschen aus seiner Feder, wenn auch noch unter Aufsicht des Vaters. So richtig in Fahrt gelangte Sepps Reise allerdings bei einem Biodynamik-Kurs, den er 1997 absolvierte. Zusammen mit Ewald Tscheppe startete er im Anschluss die ersten Feldversuche, kleine Parzellen mit biodynamischer Bewirtschaftung. Zu einer Zeit, als selbst biologische Landwirtschaft noch ein paar Spinnern vorbehalten war, setzten sie sich mit Biodynamie auseinander. Diese kleine Zelle rund um Leutschach findet sich heute in der “Schmecke das Leben"-Gruppe wieder.
Sie haben mit Naturwein experimentiert, als es das Wort in Österreich noch nicht einmal gab. Ihre biodynamischen Praktiken beruhten kaum auf Erfahrungswerten von anderen Weingütern, sondern wurden vielmehr abgeleitet aus anderen landwirtschaftlichen Bereichen. Patienten Null, für den Virus Naturwein in Österreich.
Lange Jahre hatten sie zu kämpfen! Ihre Weine waren anders. Ungeschliffene Rohdiamanten, dessen Schönheit viele nicht sehen mochten. Im Keller stapelten sich die Flaschen, Jahrgang für Jahrgang, in der Kasse fehlte das Geld. In ihren Köpfen schaffte das Raum für Selbstzweifel, doch sie hielten durch. Blieben beharrlich. Widerstrebten dem Trend der Effekthascherei und der kitschigen Frucht, die Kaltvergärung und Reinzuchthefe mit sich bringen.
Dabei sind die Weine Sepp und Maria geschmacklich nicht experimentell oder freaky. Sie sind tiefgründig, stets im Wandel und nahezu meditativ. Verdichtete Eindrücke ihrer langjährigen Arbeit im Weingarten. Keinesfalls laut, aber gewichtig. Mit viel Nachhall und Länge.
Man schmeckt die Kunst der Entschleunigung. Fühlt sich bei jedem Schluck versetzt auf ihren idyllischen Vierkanthof inmitten der sich kreisförmig entfächernden Weingärten. Die Zeit scheint still zu stehen. Doch mit genug Ruhe und Geduld erwacht die Welt - eine schier endlose Vielfalt an Pflanzen und Insekten - ein Biotop voller Energie. Selten spiegeln die Weine eines Betriebs ebendieses Essenz so gut dar wie hier. Entschleunigt, zeitlos, schier unsterblich und doch stetig im Wandel. Nehmt euch Zeit für die Weine und genießt die Reise. Es ist eine ganz besondere!
Foto links © Holger Riegel